1. Oktober 2026

Bio­Süd 2026
Star­ke Platt­form für Bio-Busi­ness to Business

Eine Woche nach der BioOst in Leipzig traf sich die Bio-Branche am 19. April erneut auf der BioWest in Düsseldorf. Mit einem Unterschied: Diesmal blieb das Fachpublikum unter sich.


See­ve­tal, Sep­tem­ber 2026 /​/​  356 Aus­stel­ler und 3.308 Besu­cher füll­ten am Sonn­tag, 27. Sep­tem­ber, die Mes­se­hal­len 5 und 7 in Augs­burg. Bereits am Mor­gen ström­te das Publi­kum in die Gän­ge. „Wir freu­en uns sehr, dass die Bio­Süd auch in die­sem Jahr wie­der ein Besu­cher-Plus von zwei Pro­zent ver­zeich­net‟, kom­men­tiert Bio­Mes­sen-Ver­an­stal­ter Wolf­ram Mül­ler. „Für unse­re Besu­che­rin­nen und Besu­cher steht beim Mes­se­be­such ganz klar das Gespräch am Stand, das Ent­de­cken und Pro­bie­ren, das Netz­wer­ken mit Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen im Vor­der­grund‟, erläu­tert Bio­Mes­sen-Ver­an­stal­ter Mat­thi­as Dep­pe. Ent­spre­chend prä­sen­tier­te sich die Bio­Süd als gewohnt star­ke Platt­form für Bio-Busi­ness to Business. 

Aktu­el­le poli­ti­sche und gesell­schaft­li­che Bio-The­men fan­den auf der Bio­Süd eben­falls ihre Büh­ne und ihr Publi­kum – ein wich­ti­ger Aspekt, denn die Leis­tun­gen der Bio-Bran­che müs­sen bes­ser gese­hen und hono­riert wer­den. Das stell­te Kath­rin Jäckel, Geschäfts­füh­re­rin Bun­des­ver­band Natur­wa­ren BNN e.V., auf der Eröff­nung der Bio­Süd klar: „In Land­wirt­schaft steckt das Wort Wirt­schaft. In Lebens­mit­tel­wirt­schaft steckt das Wort Wirt­schaft. Wenn wir über Bio reden, reden wir über Wirt­schafts­po­li­tik. Im Bio-Bereich sind es sehr häu­fig mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men, die inves­tie­ren, Men­schen beschäf­ti­gen, Absatz sichern und Ver­ar­bei­tungs­ka­pa­zi­tä­ten in der Regi­on hal­ten. Und bei Bio-Betrie­ben zahlt ein erheb­li­cher Teil die­ser wirt­schaft­li­chen Leis­tung gleich­zei­tig auf Klima‑, Umwelt- und Res­sour­cen­zie­le ein.‟ Ihre Bot­schaft an die anwe­sen­den Vertreter:innen aus der Poli­tik: „Es gilt, Bio nicht vor allem als För­der­the­ma zu behan­deln, son­dern als Teil einer akti­ven, regio­na­len Wirtschaftspolitik.‟ 

Im Ver­an­stal­tungs­pro­gramm dreh­te sich eben­falls alles um aktu­el­le Bran­chen-The­men. Bio-Bera­ter Simon Döring und Fabi­an Ganz von Bio­vis­ta infor­mier­ten über die aktu­el­len Ent­wick­lun­gen im Bio-Fach­han­del, Prof. Dr. Chris­ti­an Vran­ckx und Prof. Dr. Alex­an­der Hen­nig von der Dua­len Hoch­schu­le Baden-Würt­tem­ber­g/­Mann­heim zeig­ten Wege auf, Bio­di­ver­si­tät im Lebens­mit­tel­han­del sicht­bar zu machen. Im Mit­tel­punkt der schon tra­di­tio­nel­len Podi­ums­dis­kus­si­on „12 Uhr mit­tags‟ stan­den die für die Bran­che hoch­re­le­van­ten The­men Bio-Saat­gut sowie die Dere­gu­lie­rung der Gen­tech­nik durch die EU im Mit­tel­punkt. Sascha Dama­schun (Bodan), Han­nah Gre­be (Bio­ve­ri­ta), Brun­hard Kehl (AÖL) und Dr. Freya Schä­fer (FiBL) dis­ku­tier­ten die Her­aus­for­de­run­gen, vor die die Bran­che ins­be­son­de­re beim The­ma Saat­gut aus bio­lo­gi­scher Zucht und Ver­meh­rung gestellt ist. Sie stell­ten aber auch her­aus, dass das The­ma Chan­cen bie­tet, das kon­se­quen­te Arbei­ten ohne Gen­tech­nik als Allein­stel­lungs­merk­mal für Bio zu nutzen. 

Die Bio-Stadt Augs­burg führ­te auf der Bio­Süd Rund­gän­ge für Akteur:innen aus der Außer-Haus-Ver­pfle­gung durch. Erst­mals boten die Bio­Mes­sen auf der Bio­Süd einen Rund­gang für Influencer:innen an, der bei Teil­neh­men­den und den besuch­ten Unter­neh­men für rege digi­ta­le Reso­nanz über die Bio-Welt hin­aus sorg­te. Bis zum Schluss war die Ver­an­stal­tung leb­haft besucht, „wie­der eine tol­le Mes­se‟, „viel los­ge­we­sen‟, „star­ker Input für uns‟, so nur eini­ge Stim­men aus den Gän­gen. Den Abschluss des Bio­Mes­sen-Jahrs bil­det die BioNord am 11. Okto­ber in Ham­burg. Die Ter­mi­ne für 2027 ste­hen bereits fest, den Auf­takt macht die Bio­Ost am 3./4. April 2027 in Leipzig.