Seevetal, April 2026 // »Das zeigt, dass das Konzept, die BioOst für alle Bio-Interessierten in der Region zu öffnen, auf große Resonanz stößt«, bilanziert Veranstalter Matthias Deppe. Die 182 Ausstellenden bildeten die gesamte Palette des Bio-Angebots ab: Neben Bio-Lebensmitteln — darunter viele regionale Angebote — gab es Naturkosmetik, ökologische Wasch- und Reinigungsmittel, Gesundheitsprodukte, Naturtextilien und vieles mehr zu entdecken. Etliche Aussteller boten den Kund:innen auch Rabattgutscheine für den örtlichen Bio-Handel an. »Das Ziel der Öffnung der BioOst ist es erklärtermaßen, dass mehr Menschen Bio für sich entdecken«, erläutert Veranstalter Wolfram Müller. »Das geht am besten, indem man die ganze Vielfalt präsentiert — wir waren an diesem Wochenende definitiv der größte Bio-Markt Deutschlands.«
Die Besucher:innen nahmen das Angebot an, die Ausstellenden berichteten von interessanten Gesprächen und Rückmeldungen wie »Das schmeckt gut, ist da wirklich gar kein Fleisch drin?« oder »Das sind ja ganz reelle Preise!«. Gleichzeitig nutzten die Ausstellenden die BioOst wie gewohnt als Plattform, um dem Bio-Handel ihre Neuheiten zu präsentieren, Key-Accounts zu treffen und sich, zum Beispiel auf dem gemeinsamen Ausklang am Samstagabend, zu vernetzen. Etliche Ausstellende hatten bereits am Samstag gute Handels- und Vertriebskontakte, das Gros des Fachpublikums nutzte allerdings wie gewohnt den Sonntag.
Auch für den (bio-)politischen Austausch bot die BioOst eine Bühne: Staatssekretär Marcus Malsch aus dem Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum besuchte Aussteller aus seinem Bundesland und hob die Bedeutung der regionalen Erzeugung hervor: „Wir müssen zeigen, wer vor Ort was produziert, denn die beste Wertschöpfung ist die, die im Land gehalten wird. Ernährungssicherheit ist mehr, als nur ein volles Regal – es ist eben nicht egal, wo die Produkte herkommen.“ Kathrin Jäckel, Geschäftsführerin Bundesverband Naturkost Naturwaren BNN e.V., betonte angesichts der Öffnung für Endverbraucherinnen und ‑verbraucher, wie wichtig es sei, zu kommunizieren, was Bio jedem Menschen jeden Tag bringen könne: „Wir haben mit dem Bio-Siegel, und das wissen immer noch nicht alle, den höchsten und am intensivsten kontrollierten Lebensmittelstandard in Deutschland. Ein höheres Level an gesetzlich definierter Lebensmittelqualität gibt es nicht. Wir reden hier über das Thema gute Lebensmittel. Und genau das möchten wir den Verbraucherinnen und Verbrauchern hier auf der BioOst vermitteln: dass es bei Bio letztlich einfach um richtig gutes Essen geht.“
Anschaulich wurde das unter anderem auf den Koch- und Backshows der beiden Food-Influencer Simone Schäfer (@sheepys.life) und Julian Schmitt (@carnivorgrill). Sie demonstrierten, wie Bio-Produkte lecker verarbeitet werden, anschließend durften ihre Gerichte auch gleich als überzeugende Botschaft probiert werden. Im Vortragsprogramm der BioOst wurden zusätzlich zum Fachprogramm Firmenvorträge angeboten, die den Besuchenden die Möglichkeit gaben, bestimmte Sortimente und Themen intensiver kennenzulernen — auch dieses Angebot wurde lebhaft genutzt.
»Wir freuen uns über das positive Feedback und alle konstruktiven Anregungen, die wir bekommen haben. Veränderung kann herausfordernd sein. Deshalb an dieser Stelle an alle Ausstellenden auf der BioOst, die beim ersten Mal direkt dabei waren, ein großes Dankeschön für den Vertrauensvorschuss, den Ihr uns gegeben habt«, bilanziert Veranstalter Wolfram Müller.
Die anderen drei BioMessen finden 2026 als reine Fachmessen statt. Am Sonntag, dem 19. April folgt die BioWest in Düsseldorf, im Herbst BioSüd (Augsburg, 27. September) und BioNord (Hamburg, 11. Oktober).